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Erste Regatta in dieser Saison

Servus Ihr Lieben,

ich starte mal wieder, wie Ihr es mittlerweile gewohnt seid mit einer Songidee in meinen heutigen Bericht. Und zwar begleitet mich Blackstreet, Dr. Dre und Andere mit ihrem „No Diggity“ durch den Blog.


Wie ich ja in meinem letzten Artikel schon angekündigt habe, berichte ich heute über mein Wochenende am Gardasee zur Regatta.

Für alle meine noch segelfremden Leser: Regatta ist der seglerische Terminus für Wettkampf. Eine Regatta setzt sich aus mehreren einzelnen Rennen zusammen und die ersegelten Punkte werden miteinander addiert. Wer die Wenigsten hat gewinnt.


Ok… ich fang mal chronologisch an:

Für mich gings direkt am Mittwoch nach der Uni los. Meine Freundin hat mich abgeholt und wir sind zu mir, zu meinem Auto gefahren. Das Auto hatte ich am Dienstag schon soweit gepackt, wies ging und nachdem sowohl meine Freundin als auch meine Steuerfrau dann da waren, hat sich herausgestellt, dass echt beeindruckend viel rein passt. Auch wenn dann die Hinterachse gefährlich tief hängt mit dem Segelboot hinten noch am Anhänger… Ein Geländewagen wär schon eine coole Sache in solchen Fällen…

Wie auch immer. Dann gings ab mit Vollgas gen Süden. Ok zumindest bis kurz vor Garmisch – Partenkirchen… denn da haben sich offensichtlich ein Haufen Schnecken zusammen getan und beschlossen den Verkehr ein bisschen aufzuhalten… Für uns ging es dann teilweise mit 30 km/h bis zum Zirler Berg. Den Brenner dann wieder schneller rauf und schon waren wir am Gardasee.

Eins kann ich Euch sagen, es gibt kaum einen schöneren Blick, als von oben kommend an den Gardasee hinunter zufahren. Von da oben kann man nämlich bis ganz in den Süden schauen. Und für einen Segler ganz besonders interessant: Man sieht die Windfelder über das Wasser laufen.

Nun was macht man als Erstes, wenn man in Italien gelandet ist? Richtig! Pizza essen. So sind wir noch schnell bei meiner Lieblingspizzeria vorbei gefahren und sind dann mit Pizza im Arm am Campingplatz angekommen. Zum Glück ging es schnell das Zelt aufzubauen. Und so konnten wir auch schon teilweise das Boot aufbauen.

Dann war Tag 1 eigentlich auch schon rum.


Tag 2 und auch erster Regatta Tag ging für Leo (meine Steuerfrau) schon um 8 Uhr los. Wir sind noch vor dem Frühstück nach Riva gefahren um uns anzumelden und das Startgeld zu zahlen. Bekommen haben wir Gutscheine und jeweils ein T-Shirt. Nachdem wir ausgemacht haben, dass uns befreundete Segler Bescheid geben, wenn es bei Ihnen in Riva losgeht, sind wir wieder zurück ins Nachbardorf, Torbole sul Garda, gefahren. Da erst mal vernünftig gefrühstückt, mit Rührei und Müsli. Wenn man auf dem Wasser ist, braucht man sehr viel Energie. Die Sonne und die körperliche Anstrengung verlangen dem Körper sehr viel ab.

Nach dem erstklassigem Frühstück haben wir endlich das Boot fertig aufgebaut und uns segelfertig angezogen. Das heißt, in den hautengen meistens noch kalt und nassen Neoprenanzug, vom vorherigen Tag, reingezwängt, die Schwimmweste und den Trapezgurt angezogen, Segelschuhe und Handschuhe auch noch und Zack schon fertig.

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Nachdem es geheißen hat, dass um 13 Uhr Start zum ersten Rennen ist, sind wir pünktlich um kurz nach 12 rausgefahren, um rechtzeitig an der Startlinie mitten auf dem großen Gardasee zu stehen. Beim Rausfahren zum Regattakurs segeln wir Leistungssegler uns ein. Das Einsegeln ist sehr wichtig, für den späteren Rennverlauf. Man schaut, welche Seite die Bessere ist, man schaut nach welcher Kompasskurs angesetzt ist, man geht die Manöver noch einmal durch, schaut dass alle Segeleinstellungen passen, dass man auch schön schnell über den See ballern kann… DSC_0106

Wir waren also um 13 Uhr an der richtigen Position und ratet mal wer noch nicht da war… Jup die Wettfahrtleitung… wir haben uns also eine geschlagene Stunde bei wirklich gutem Wind die Finger abgefrohren, bis endlich der Kurs gesetzt war.

Wie Ihr bestimmt schon gemerkt habt, wir waren nicht sonderlich begeistert von der Organisation…

Naja, Start erstes Rennen: Der Start von uns war leider sehr sehr schlecht. Wir haben uns von einem echten Urgestein in der 505er Klasse veräppeln lassen, sodass wir gezwungen waren von unserer guten Position weg zu wenden und auf die für uns falsche Seite zu fahren. Das Gute war, dass wir uns durch eine hervorragende Vorwindtaktik richtig weit nach vorne haben fahren können und somit mit unserem Ergebnis halbwegs zufrieden sein konnten.

Nachdem für die gesamten drei Tage 8 Rennen geplant waren, freuten wir uns schon auf ein zweites Rennen direkt im Anschluss. Leider hat aber der Wettfahrtleiter zu Beginn so geschlafen, dass schlussendlich der Wind weg war…

Tja, auch das ist Segeln, nicht immer nur Sonne und braun werden 😉

Wie auch immer… im Hafen wieder angekommen gings an die Abendplanung. Bei uns gings dann, welch große Überraschung, zur Pizzeria. Mit vollem Magen sind wir dann zu all den anderen Seglern wieder nach Riva gelaufen und hatten noch einen wunderschönen und gemütlichen Abend in einer echten Seglerbar.


Nachdem nun das Lied schon lange vorbei ist, werde ich Euch mit dem nächsten Teil meiner Gardasee Geschichte in den kommenden Tagen unterhalten.

Ich hoffe es gefällt Euch und für Kritik bin ich natürlich sehr offen. Ich bin froh über jeden Kommentar und jeden Neuen Follower.

Bis dahin…

Alles Liebe, Euer

Kilian

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Ein Wochenende in der Heimat

Nach meiner Umfrage auf Instagram berichte ich nun ein mal von meinen letzten Tagen. Zum Wochenende und zum Schreiben hier, eignet sich ganz besonders die Wochenend Playlist.


Es kam mal wieder ganz anders wie geplant…

Ursprünglich dachte ich, dass wir in die Kitzbüheler Alpen fahren, meine zweite Heimat. Um da ein bisschen „Qualitytime“ zu erleben. Dann kam alles anders.

Am Freitag ist leider unsere Herdplatte kaputt gegangen, da ich aber zum Glück eine abgeschlossene Lehre als Tischler habe, war es für mich keine große Übung das schnell zu reparieren.

Am Abend hatte ich dann eine Feuerwehr Veranstaltung, zum heiligsten Tag für die Tiroler Feuerwehren.

Das Ganze nennt sich Floriani Kirchgang und zeichnet sich dahingehend aus, dass die gesamte Feuerwehr Mannschaft in Ausgeh- Uniform hinter der örtlichen Musikkapelle hinterher marschiert. IMG_0889


Der Samstag war ursprünglich als Ausflugstag nach Salzburg gedacht. Wer noch nie in Salzburg war, sollte unbedingt mal dahin schauen.

Die Geburtsstadt von Mozart ist nämlich nicht nur die wunderschöne Altstadt, sondern hat auch außerhalb wunderschöne Flecken. Salzburg hat zum Beispiel ganz viele versteckte Bäche mit super klarem Wasser, dass aber sau kalt ist, weil es direkt vom Berg kommt.

Und wer auf sehr hochklassige Gastronomie aus ist, darf mal im Hanger-7 , Restaurant Ikarus, bei Red Bull vorbeischauen.

Eine Hammer Location zu einem feierlichem Event. So sitzt man da in einem echten Hangar oberhalb von Flugzeugen und ausgemusterten Formel 1 Autos und darf bei herrlicher Aussicht fein speisen.

In Kombination mit dem Salzburg Besuch, wollte ich mich mit meinem Sponsor Fischer Ski treffen, um meine neuen Ski für die kommende Saison abzuholen.

Das hat sich leider alles nicht so ergeben und wir fassten den Beschluss uns einmal die Skipisten und den Seidlalmsee im Kitzbüheler Skigebiet anzuschauen. Da wir Skifahrer ja besonders faule Menschen sind, sind wir schlichtweg mit dem Auto soweit gefahren, wie es ging. Es hat sich rausgestellt, dass wir dank den super Offroad Eigenschaften bis unmittelbar vor den See gekommen sind…IMG_1972_LI-2

Als wir dann so schön fleißig um den See herumgewandert sind, haben wir die beeindruckenden Baumaßnahmen am Kitzbüheler Waldelift gesehen.

Die Bergbahn Kitzbühel hat sich nämlich entschlossen den Schnee von dieser Saison für die Nächste zu konservieren…

Das Ganze muss man sich vorstellen, wie einen riesigen Kühlschrank. Unten, in einem gewaltig großen Haufen, haben Sie den Schnee zusammen geschoben. Auf diesem Schnee liegt dann eine Schicht Stroh, auf der wiederum eine Schicht Isolationsplatten liegen, die genau die Gleichen sind, wie beim Hausbau. Die Isoplatten sind dann mit unendlich großen weißen Planen überzogen, die gegen Regen und sonstige Umwelteinflüsse schützen. IMG_1973-2

Es ist beeindruckend mal zu sehen, wo man im Winter überall hinunter fährt…


Am Sonntag ging es dann wie geplant auf die Motocross Strecke in Kirchberg.

Nach ein paar langsamen Runden ging es dann mit vollem Tempo weiter und ich konnte mal wieder die Strecke und den Wind in vollen Zügen auskosten. Ich sags Euch, dass macht so viel Spaß, wenn du über die Wellen springst und mit Vollgas im Dreck landest und überall die Steine hochspritzen.

Das Coole an dieser Strecke ist, dass die Motorräder alle elektrisch sind, das heißt Du musst Dir keine Sorgen um die Gangschaltung machen. Die einzigen Sorgen, die Du Dir machen solltest, sind, dich anständig festzuhalten. Der Elektromotor reißt an und setzt sofort sein gesamten Drehmoment in Vortrieb um… _DSC6027


So zum Abschluss noch ein Paar Worte:

Ich hoffe auch diese Art von Bericht ist interessant für Euch und wenn Ihr Fragen zu etwas habt, dann schreibt es gerne in die Kommentare.

Für mich geht es am Mittwoch schon wieder an den Gardasee zum int. 505 Europa Cup.

Da werdet Ihr wieder einen rein seglerischen Beitrag lesen können.

Bis dahin

Servus

Euer Kilian

1. Training Gardasee (Teil 2)

Nach dem ersten Teil folgt heute der zweite Streich.


Heute mal zu einem anderen Lied. Jay Z mit Hard Knock Life, was so ziemlich den heutigen Tag wiederspiegelt.

Es hat schon viel zu früh (für einen Studenten) angefangen und war recht arbeitsintensiv. Heute Abend muss ich noch zu Ehren des hl. Florian, den Beschützer der österreichischen Feuerwehren, in die Kirche mit unserer gesamten Mannschaft der freiwilligen Feuerwehr Aschau.

Der Plan war heute noch eine Runde Motocross auf der Strecke (Link zum Motocross) meines Skischul Chefs geplant.  Aber wie üblich… das Wetter macht einem mal wieder einen Strich durch die Rechnung. Also mal schaun, was uns der heutige Tag noch so bringt…


So jetzt aber Teil 2:

Wir sind also mit Unserer 5,05m langen „Jacht“ über den Gardasee gefetzt und haben das tolle, aber sau kalte Wasser, des Sees genossen.

Hier sollte noch gesagt sein, was meine Funktion auf dem Boot ist:

Ich bin Vorschoter, das heißt, ich bin für das Vorsegel, die Fock, den Spinnanker und für die Taktik im Rennen zuständig. Der Steuermann, in dem Fall Leonie, meine Steuerfrau, ist für den Trim, das heißt die richtige Bootseinstellung und für den richtigen Kurs zuständig. Zusätzlich dazu hat Leo auch die Entscheidungsgewalt, sie sitzt nämlich am Ruder und bestimmt, wann das Manöver eingeleitet wird.

Als Vorschoter hänge ich am Trapez, dass am Mast befestigt ist und als Gegengewicht zum seitlichen Druck des Windes fungiert. Für mich gibt es kaum ein schöneres Gefühl, wie komplett waagrecht im Trapez über das Wasser zu „fliegen“. Das ist auch übrigens die beste Methode um nach einer langen Nacht schnell wieder aufzuwachen, denn die erste Welle, die Dir den Nacken runterläuft, macht Dich richtig wach.

Wenn man dann nach einem langen Tag vom Wasser kommt, wünscht man sich nicht sehnlicher, als eine warme Dusche und eine Pizza. (Wie gut, dass wir da am Gardasee sind…)

Wenn Ihr mal in Torbole sul Garda seid, dann schauts unbedingt mal im Al Porto bei Graziella & Michele vorbei. (http://www.pizzeriaalporto.com/) Da bin ich groß geworden und liebe noch immer deren riesen Pizzen. Für kleine Kinder besonders cool, die Pizzabäcker backen Ihre Pizzen live im Restaurant.

Nun nach ein paar Trainingseinheiten und vielen, vielen Pizzen geht auch so ein tolles Wochenende zu Ende und wir müssen wieder heim um zu arbeiten/ studieren.

Nächstes Wochenende sind wir aber schon wieder am See und schauen mal, was uns die Regatta bringt.

Da gibt es bestimmt wieder einen ausführlichen Bericht von mir.

Ich hoffe Euch gefällt mein Blog soweit. Wenn Ihr Wünsche oder Anregungen habt, seid so frei und schreibt es in die Kommentare.

Liebe Grüße und bis bald

Euer Kilian

1. Training Gardasee (Teil 1)

So mein allererster Blog Eintrag.

Ich schreibe jetzt einfach mal drauf los. Ich habe mir gedacht, dass ich zu entspannter Musik gut schreiben kann. Es stellt sich dabei raus, dass Kanye West mit seinem „Everything I Am“ gar nicht so schlecht dafür ist.

Ich glaube es ist studiumsbedingt, dass ich tatsächlich einen Blog schreibe :D, wenn Du mich vor einem Jahr noch gefragt hättest, ob ich es jemals für möglich halte einen Blog im Internet zu schreiben, hätte ich Dich höchstwarscheinlich ausgelacht. Doch jetzt Dank meines Studiums befasse ich mich zwangsläufig mit Online Dingen…

Also wie der Titel schon sagt, mein erstes Training am Gardasee, zumindest in dieser Saison. Nachdem ich im letzten Jahr eigentlich gar nicht auf dem Wasser zu finden war, habe ich mich mit einer Freundin aus unserem Yacht Club zusammen getan, weil wir Beide einfach richtig Lust auf Segeln haben und es Beide nicht auststehen können, an Land zu sitzen und den Anderen beim Spaßhaben zu zusehen. Das Training am Gardasee, im wunderschönen Norditalien, war eher eine spontane Aktion und kaum geplant. Ich habe mein Boot vom Bauern kurz davor aus seinem Winterschlaf geweckt und auf den Hänger verladen. Der Campingplatz am Gardasee war auch fix gefunden und schon ging die Reise runter nach Italien.

Der See empfing uns wie gewohnt mit traumhaften Wetter und kräftigem Wind. Das Boot war schnell aufgebaut und es zog Uns in die hautengen Neoprenanzüge, die leider noch notwendig waren.

Die ersten Manöver auf dem Wasser waren noch ein wenig holprig und unbeholfen, nach so langer Zeit ohne Wasserstunden auch verständlich, aber das legte sich schnell wieder. Und dann ging es auch schon ab.

Mit unserem 505er, einer Jolle, die 5,05m lang ist und eine gesamte Segelfläche von knapp 40,5 Quadratmeter hat, fetzten wir über den spiegelglatten Gardasee. Wer schon eimal am Gardasee war, weiß, kaum Welle, mega viel Wind und traumhaftes Wetter… Was gibt es Besseres für einen Segler?

Ich glaube Ihr merkt schon ich bin total segelbegeistert und ein großer Fan vom Gardasee.

Wenn Ihr mehr übers Segeln oder den Gardasee (und seine Restaurants) wissen wollt, dann schaut einfach weiter…

PS.: Es kommt bestimmt noch ein Teil 2 zu diesem Wochende am See.

Liebe Grüße Euer Kilian